Tingshas - tibetische Zimbeln
Die Tingsha ist eine tibetische Handzimbel, bestehend aus zwei Metallbecken, die mit einem Band miteinander verbunden sind. Die Tingsha in unserem Angebot sind von ausgesuchter Klang- und Verarbeitungsqualität und in verschiedenen Grössen erhältlich. Durch die spezielle Metallzusammensetzung klingen sie viel länger als herkömmliche Zimbeln. An der Ober-oder Unterseite ist in der Regel das tibetische Mantra "Om Mani Peme Hum" eingrafiert, welches übersetzt "Möge das Juwel in deinem Herzen erstrahlen" bedeutet.
Die Tingshas werden in Tibet zu Beginn oder Ende der Meditation angeschlagen oder zur Ankündigung einer Unterweisung. Mit hellem Klang die Aufmerksamkeit Gottes erlangen. Tibetische Mönche lassen die Tingsha bei der Andacht erklinge und setzen sie auch bei verschiedenen Ritualen ein.
Die Menschen Tibets spürten in der Landschaft schon immer die Gegenwart höherer, mächtiger Kräfte. Sie wussten, dass ihr Land von unsichtbaren Göttern, Geistern und Dämonen bewohnt war, die Berge, Pässe und Seen bewachten und sogar in ihren Häusern wohnten. Insbesondere die Berggottheiten waren für das religiöse und soziale Leben dieses Kulturraums von grösster Wichtigkeit. Die Ursprünge dieses Glaubens reichen weit in vorbuddhistische Zeiten zurück. Seit Anbeginn der menschlichen Besiedlung unseres Planeten war eine der Hauptanliegen seiner Existenz, die Auseinandersetzung mit der Natur. Bevor Religionen mit ihrer Betonung auf spirituelle Befreiung ins Leben der Menschen traten, lebte er in einer Welt der Magie und magischer Praktiken. Die Wurzeln dieser Praktiken liegen im Schamanismus und Animismus , deren Ursprünge bis ins Paläolithikum oder sogar bis in die Frühzeit der Menschheit zurückreichen.
In ihr sind die Naturphänomene (Berge, Wolken, Blitz, Wasser u.a.) durch eine innewohnende Macht oder mit einer treibenden Kraft beseelt, die es zu befrieden und zu kontrollieren galt.
Innerhalb der menschlichen Gemeinschaften übernahm diese wichtige Aufgabe der Schamane. Ein Schamane ist ein Magier oder auch "Priester", der mittels seiner Energien imstande ist, die von Geistern bewohnte Umwelt zu manipulieren und seine Kräfte zum Wohle seiner Mitmenschen einzusetzen. Er kann auf diese Weise Krankheiten heilen, die Elemente beeinflussen, die Zukunft vorhersagen, eine Seelenbegleitung durchführen, ist Mittler zwischen den Sphären der Götter und Menschen. In seinen Visionen überschreitet der Schamane die Grenzen zwischen seinem inneren Wesen und der äusseren Umwelt - sie sind ganzheitlich und vorrational.
Im frühen vorbuddhistischen Tibet nannte man die Schamanen Bön-pos. Das tibetische Wort Bön bedeutet beten, singen, beschwören, murmeln, demnach ist ein Bön-po ein Beschwörender oder Singender. Desweiteren bedeutet Bön im übertragenen Sinne auch "Weg des Lebens" und "das grundlegende Gesetz ". Diese Bön-pos setzten den Klang der Tingshas zum rufen der Erdgeister, der Nagas ein. Da diese Nagas eine wichtige Rolle im Zyklus der Ereignisse des Lebens spielen, wurden die Tingshas, je nach Mondkalender, gespielt oder gezielt stumm gehalten.